Es wird erwartet, dass die neue Anforderung an gebundene Deckel in den kommenden Jahren positive Veränderungen in Bezug auf Einweg-Kunststoffabfälle und Recycling mit sich bringen wird. Experten gehen davon aus, dass die Recyclingquoten von Einweg-Getränkebehältern aus Kunststoff in den EU-Ländern nach der Umsetzung dieser Verordnung erheblich steigen werden. Durch angebrachte Verschlüsse werden wahrscheinlich mehr Plastikflaschen in Recyclingströme gelangen, anstatt nach Gebrauch auf Mülldeponien oder in der Natur entsorgt zu werden. Durch eine stärkere Sammlung und Verarbeitung mit wieder angebrachten Verschlüssen werden auch die Qualität und der wirtschaftliche Wert von recyceltem Einwegkunststoff langfristig steigen.
Im Gegenzug könnte die Menge der Plastikmüllverschmutzung in Flüssen, Seen, Stränden und Ozeanen erheblich sinken, da weniger Plastik in die Umwelt gelangt. Forscher schätzen, dass in der EU jedes Jahr mehr als 5 Milliarden Plastikflaschen weggeworfen werden, eine Zahl, die jetzt stagnieren oder sinken könnte. Aktivisten betonen außerdem, dass die Eindämmung der Flut von Plastikkappenabfällen von entscheidender Bedeutung ist, da sie dazu neigen, in gefährliches Mikroplastik zu zerfallen, das über Jahrhunderte hinweg bestehen bleibt. Es ist ein wichtiger Schritt, dieses Problem mithilfe von Tethered Caps anzugehen.
Am wichtigsten ist, dass die neuen Vorschriften das Engagement der EU für die Eindämmung der Plastikverschmutzung und den Übergang zu einem Kreislaufwirtschaftsmodell für die Verwendung von Kunststoffen unterstreichen. Sie stellen einen echten Übergang von Zusagen zu umsetzbaren Gesetzen dar, die Produktionsgewohnheiten und Verbraucherverhalten in großem Umfang verändern können. Der Erfolg dieser Obergrenzenregelungen wird wahrscheinlich dazu führen, dass die EU-Staaten ehrgeizigere Recyclingziele für Kunststoffabfälle festlegen, auf die sie hinarbeiten müssen. Viele betrachten dies als einen Meilenstein im Kampf Europas gegen die Geißel des nicht biologisch abbaubaren Plastikmülls.